Die Robert Aeschbacher-Stiftung

Gründung der Einrichtung Die Robert Aeschbacher-Stiftung wurde mit öffentlichen Ur­kun­den vom 16. Dezember 1910 und 8. März 1912 errichtet. Mit öffent­licher Urkunde vom 16. April 1970 (vom Regierungsrat am 7. Juli 1970 genehmigt) wurde die Umschreibung des grundsätzlich unveränderten Stiftungszweckes den neuen Verhältnissen angepasst. Die im Handelsregister des Amtsbezirkes Bern mit Sitz in Bern ein­getragene Stiftung bezweckt gemäss Art. 2 der gültigen Stiftungs­urkunde die Aufnahme und Betreuung von Kleinkindern bis zum schul­pflichtigen Alter, die aus irgendwelchen Gründen einer normalen Pflege entbehren und vorübergehend versorgt werden müssen. Das Heim soll vor allem Kindern aus schwierigen Verhältnissen offen stehen.
Das Aeschbacherhuus verdankt seine Gründung der Robert Aeschbacher-Stiftung, die im Jahre 1910 in Erinnerung an den früh ver­storbe­nen Pfarrer der Nydegg- und Münstergemeinde Bern ins Leben gerufen wurde. Im Gründungsakt gilt als Zweck der Stiftung "die vor­übergehende Unterbringung von Kindern unbemittelter, kur- oder spi­tal­be­dürftiger, in Bern wohnender Eltern".

1917 konnte nahe beim Bahnhof Münsingen ein neuerbautes Haus bezogen werden. Schon damals stand nicht allein die Betreuung der Kinder im Mittelpunkt, sondern es war  auch ein Anliegen, junge Frauen in die Säuglings- und allgemeine häusliche Kinderpflege einzuführen. Daraus entstand eine Ausbildung für "Kinder­pflegerinnen", die 1976 durch ein neues Ausbildungskonzept abgelöst und wenig später zur dreijährigen Berufslehre "Kleinkinderzieherin" ausgebaut wurde. Der Schwerpunkt der Ausbildung hatte sich dabei von der Pflege zur Erziehung und Förderung der Kinder verlagert.

1987 gelang die Kantonalisierung dieser Ausbildung zum/zur Klein­kinderzieher/In und wurde von der Berufs-, Fach- und Fortbildungs­schu­le BFF Bern in ihr Ausbildungsangebot integriert. Das Aesch­bacherhuus blieb dabei Ausbildungsort für KleinkinderzieherInnen .

Im Laufe der Entwicklung genügten die Räumlichkeiten den Erfor­dernissen einer adäquaten Kinderbetreuung längst nicht mehr. Mit dem Marie-Meierhofer-Institut zusammen wurde in intensiven Beratungen  (nach den neuesten pädagogischen Erkenntnissen) ein Bau­projekt erarbeitet, das in Zukunft das Betreuungssystem im familienähnlichen Rahmen ermöglichen sollte. 1974 konnte endlich umgezogen werden; in landschaftlich wunderschöner Wohnlage war am Dorfrand von Münsingen ein den modernen Bedürfnissen ent­sprechender Wohnkomplex  entstanden: das heutige Aesch­bacher­huus.

Am 26. August 2011 wurde das 101-jährige Jubiläum der Stiftung gefeiert. Das Jubiläum wurde um ein Jahr verschoben, da im eigentlichen Jubiläumsjahr eine umfassende Sanierung der Liegenschaft für rund 4.3 Mio Franken erfolgte. Hauptsächlich wurde die Gebäudehülle (Isolation und Ersatz Fenster) saniert. Die Bodenbeläge wurden mehrheitlich ersetzt, auf den Wohngruppen neue Küchen installiert, die Hauptküche und die Lingerie erneuert.
Zusätzlich konnte ein Gemeinschaftsraum und ein gedeckter Sitzplatz realisiert werden. Während der intensivsten Bauphase (Juli bis Oktober 2010), zügelte das ganze Aeschbacherhuus auf die nahgelegene Schwand. Im ehemaligen Internatsgebäude belegte das Aeschbacherhuus 8 Zimmer. Zusammen mit der Bio-Schwand-AG wurde gekocht und gegessen. Für die Schul- und Kindergartenkinder musste ein Schultransport organisiert werden. Dank dem schönen Sommerwetter in diesem Jahr, konnte gut auf die fehlenden Allgemeinräume verzichtet werden.
Trotzdem waren alle froh, wieder zurück ins frisch sanierte Hause ziehen zu können.
 
Trägerschaft 

  • Der fachlich kompetente Stiftungsrat legt die Strategien fest
  • Die Heimkommission unterstützt die Heimleitung im operativen Bereich (gemäss Funktionsdiagramm und Kompetenzenregelung) 
  • Für die im Leitbild und in allen andern Konzepten beschriebenen Wertvorstellungen sind alle im Aeschbacherhuus arbeitenden MitarbeiterInnen die eigentlichen Träger 
  • Die Führung auf allen Ebenen soll vom Streben nach einem guten Betriebsklima geprägt sein 
  • Die Kompetenzen des Personals sind in den Stellenbeschrieben festgehalten 
  • Die Vorgesetzten führen kooperativ und erteilen den MitarbeiterInnen ausreichende Kompetenzen und motivieren sie